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 Kunst im Wohnzimmer Februar 2024 Lena Kolmeigner: Kunst gehört für mich zum Leben dazu  Lena Kolmeigner mit "Il Capitello" von Marta Colombo Mit Lena Kolmeigner (37) kommt man im Gespräch problemlos und schnell von der Kunst zum Alltag und wieder zurück zur Kunst. Sie ist mit Kunst in der Wohnung aufgewachsen und hat Bilder von klein auf als etwas völlig Normales und Selbstverständliches wahrgenommen. „Wir hatten Bilder meines Opas bei uns in der Wohnung. Die waren nicht unantastbar, sondern irgendwie real und mitten in unserem Leben“, plaudert sie munter drauflos. Ihr Blick schweift beim Reden immer wieder zu einem kleinen Bild in ihrer Wohnung, das eine ganz besondere Bedeutung für sie hat. „Ich kannte die Berliner Künstlerin Marta Colombo und ihre meist sehr reduzierten Arbeiten“, erklärt sie: „Als ich sie letztes Jahr besuchte, war für mich schon vorher klar, dass ich in ihrem Atelier mit großer Sicherheit fündig werden würde.“ So war es dann auch. Während sie mit ih
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  Kunst im Wohnzimmer Februar 2024 Susi Breinlinger: Kunst kaufen ist eine Bauchentscheidung   Kunst im Wohnzimmer: ein Spaziergang durch Konstanz brachte Susi Breinlinger auf die Spur der Konstanzer Künstlerin Regina DÁlfonso Susi Breinlinger (35) lebt seit ihrem Studium und außerdem sehr gern in Konstanz. Die kreative Frau malt und gestaltet selbst gern Dinge, zum einen um abzuschalten, zum anderen um Geschenke für andere zu gestalten. Kein Wunder also, dass ihr Weg sie hin und wieder zum Kornbeck in der Konstanzer Innenstadt führt, denn dort findet sich jede Menge Nachschub an Material. „Ich schaue auch immer in die schön gestalteten Schaufenster. Eines Tages entdeckte ich dort die Linoldrucke von Regina DÀlfonso und war als erstes von einem Druck mit Kaffeetassen begeistert“ erzählt die Psychotherapeutin und schmunzelt vor sich hin, denn dieser hängt mittlerweile in ihrer Küche. Auf Nachfrage konnte sie diesen zu dem damaligen Zeitpunkt leider nicht erwerben, doch lockte ei
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  Kunst im Wohnzimmer Februar 2024 Monika Küble: Kunst wartet manchmal auf die richtige Person       Monika Küble vor dem Aquarell "Weinäcker-nüchtern"  von Honest Schempp Mit Monika Küble (63) von der Insel Reichenau könnte man so einige Kunst im Wohnzimmer Gespräche führen, doch liegt ihr ganz besonders ein Aquarell von Honest Schempp am Herzen. Während der Wintermonate hängt es beim Essplatz der Schriftstellerin. Sie verrät, dass dieser Platz eine Art Wechselplatz für verschiedene Kunstwerke und das Bild mit dem Titel „Weinäcker – nüchtern“ regelmäßig für die Wintermonate gebucht sei. Zwar ist auch der Titel des 1988 gemalten Aquarells außergewöhnlich, doch die Geschichte hinter dem Kauf ist es noch mehr: „Ich erinnere mich, dass ich 1995 als Studentin eine Ausstellung mit Arbeiten von Honest Schempp im Neuen Schloss in Meersburg besuchte“, beginnt sie zu erzählen: „Schon beim Hineingehen in den Ausstellungsraum hat mich dieses Bild gefesselt. Ich war sozusagen schockv
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 Kunst im Wohnzimmer Februar 2024 Eva Weitbrecht: Ein Kunstwerk als Herzensbild Eva Weitbrecht vor einer Ölmalerei ihrer Schwiegermutter als Kind Dieses Ölbild hat definitiv einen Ehrenplatz im Wohnzimmer von Eva Weitbrecht (70) von der Insel Reichenau. Sie selbst betrachtet es immer wieder mit einem liebevollen Blick und erinnert sich: „Als ich meine Schwiegermutter zum ersten Mal kennenlernte, hing dieses Ölbild von ihr als Kind über dem Sofa in ihrem Wohnzimmer. Ich war damals schon ein wenig beeindruckt, denn wer hat schon ein gemaltes Bild von sich als Kind“, erzählt Weitbrecht und schmunzelt. Die gebürtige Friedrichshafenerin hat ihrer Schwiegermutter viel zu verdanken und beide Frauen hatten vom ersten Moment an ein enges Verhältnis zueinander. So freute sich Weitbrecht ganz besonders, dass sie nach dem Tod ihrer Schwiegermutter die Möglichkeit erhielt, dieses Bild in ihrer Reichenauer Wohnung aufzuhängen. „Man erkennt Jutta, so hieß die Mutter meines Mannes, absolut wieder au
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 Kunst im Wohnzimmer Februar 2024 Birgit Kasper: Kunst verändert den Raum  Birgit Kasper vor einer Malerei von Ulli Blomeier-Zillich Die Geschichte zum Bild der Konstanzer Künstlerin Ulli Blomeier-Zillich, das im Haus von Birgit Kasper (64) hängt, hat eine besondere Vorgeschichte, und zwar eine die per Hand und mit Bleistift von Kasper selbst aufgeschrieben wurde. „Ich schreibe seit vielen Jahren kleine Geschichten und treffe mich dafür persönlich oder online mit anderen Menschen in einer Schreibwerkstatt“, berichtet Birgit Kasper: „Meist bekommen wir ein Thema vorgegeben, das wir dann aber komplett frei in unseren Texten umsetzen können.“ So kam es, dass der Gruppe einmal das Thema „Haus“ vorgegeben wurde. Die Konstanzerin hatte bei diesem Begriff einen Besuch bei der Künstlerin Ulli Blomeier-Zillich ein paar Jahre zuvor vor Augen. Dort hatte sie eine Malerei mit einem blauen Haus sehr angesprochen und so setzte sie ihre Kurzgeschichte in Gedanken an dieses Bild um. „Ich nannte die
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Kunst im Wohnzimmer Januar 2024  Jutta Driesch:  Es gibt kein Leben ohne Kunst   Jutta Driesch vor einer Arbeit von Irina Wolff mit dem Titel „Margarita“   Vor lauter Begeisterung über das Bild von Irina Wolff, das bei Jutta Driesch (63) im Wohnzimmer steht, kommt die Konstanzerin von einer spannenden Geschichte zur nächsten und bemerkt überzeugt, dass es für sie sowieso kein Leben ohne Kunst gibt: „Außerdem lässt Kunst und Kultur immer wieder neue Kreativität entstehen“, sagt sie und ergänzt: „Ich war auch schon immer begeistert davon, wie zum Beispiel aus Literatur ein Schauspiel entwickelt wird.“ Als regelmäßige Theatergängerin hat Driesch für sich den Anspruch, jeweils im Vorfeld das entsprechende Buch zum Stück zu lesen. So nimmt sie sich im Sommer 2017 „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakow vor, ist begeistert und zugleich mehr als gespannt, wie es als Theaterstück umgesetzt wird. Als sie ein paar Jahre später eine Ausstellung in der Konstanzer Rathausgalerie besucht,
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 Kunst im Wohnzimmer Januar 2024 Erika Korn: Kunst kann sowohl persönlich als auch politisch sein     Erika Korn vor einer Arbeit von Ewald Olszewski, „fliegende Störche“, aus den 1920er Jahren Erika Korn ist sehr entschieden, was die Auswahl des Kunstwerkes angeht, über das sie erzählen möchte. Obwohl es ein paar Originale in ihrer Wohnung gibt, muss es zwingend der Druck von Ewald Olszewski sein und engagiert erklärt sie auch direkt, warum. „Die Kunst im Wohnzimmer Serie sah ich als DIE Möglichkeit an, meine Geschichte zu diesem Bild zu erzählen, sie ist nämlich sowohl privat als auch politisch interessant“, beginnt sie. Tatsächlich handelt es sich bei dem Aquarellmaler, der vielen als „der Vogelmaler“ bekannt sein dürfte, um ihren Großonkel. „Er war gern auf dem Darß und fasziniert von der weiten Landschaft dort im Norden“, berichtet Korn. Sie selbst besuchte vor ein paar Jahren diese Halbinsel an der Ostsee und erkannte bei einem Spaziergang das Motiv auf dem Bild „fliegende Störch
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 Kunst im Wohnzimmer Januar 2024 Reinhard Müller: Kunst steht für Entscheidungen im Leben   Reinhard Müller vor „Konzert im Johannes-Zwick–Saal“, Johannes Dörflinger, 1959 Der Konstanzer Kulturmensch, ehemaliger Musiklehrer am Ellenrieder-Gymnasium und freier Mitarbeiter beim SÜDKURIER Reinhard Müller erinnert sich gern an seine Schulzeit, die er im Suso-Gymnasium absolvierte. „Das wurde damals von meinen Eltern so entschieden und es war genau die richtige Schule für mich“, erinnert er sich und auch, dass er ebenso unaufgeregt zum Klavierunterricht kam und auch diesen sehr genoss. „Später begeisterte mich dann das Instrument Orgel und ich nahm bei Konrad-Philipp Schuba Unterricht“, erzählt er weiter: „Musik gehört für mich zum Leben einfach dazu, es ist sozusagen mein Zuhause.“ Bevor er zum Musikstudium nach Freiburg ging, spukten zum Ende der Schulzeit jedoch noch zwei alternative Studienideen in seinem Kopf herum: „Ich hatte mich auch für Architektur interessiert oder für ein Kunstpä
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 Kunst im Wohnzimmer Januar 2024 Peter Salomon: Meine Bilder erzählen mir Geschichten   Peter Salomon vor der Arbeit von Jury Knjazev, "Eintritt in die Partei", 1954 Die Wahl fällt schlussendlich auf ein Bild von Jury Knjazev, einem Künstler aus Russland, geboren 1927. Doch es hätte gut auch ein anderes Kunstwerk sein können, denn Peter Salomon (76) hat einige Bilder in seiner Wohnung hängen und zu jedem einzelnem kann er eine Geschichte erzählen. „Ich habe schon als junger Mensch angefangen Kunst zu kaufen“, so Salomon: „Zuerst waren es Druckgrafiken. Später habe ich die Arbeiten hinter Glas mit dem Kauf von Ölbildern ergänzt.“ Seit 1972 lebt der studierte Rechts- und Literaturwissenschaftler in Konstanz und seine große Leidenschaft gilt auch der Kunst. Dabei mag er besonders Arbeiten der klassischen Moderne und hat ein besonderes Faible für Werke, die auf eine eigene Art besonders sind und zum Beispiel Brüche im Schaffen der Künstler oder einer Epoche darstellen. „Ich kau
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  Kunst im Wohnzimmer Dezember 2023 Sabine Bürk: Kunst muss die Augen festhalten Sabine Bürk vor einer Malerei von Monika Paefgen-Richter Auf dem Weg in die Wohnung von Sabine Bürk bringt man ein paar Höhenmeter hinter sich. Als Motivation hat die Frau aus Konstanz das gesamte Treppenhaus mit Kunst vollgehängt – als Motivation sozusagen. „Für mich hat Kunst in den letzten zwölf Jahren an Bedeutung gewonnen“, erzählt sie. Ein Umzug konfrontierte sie mit vielen kahlen weißen Wänden. Das erste Bild wollte zu mir, denn es hat ein Jahr auf mich gewartet, bis ich zugeschlagen habe“, so Bürk. Dabei handelt es sich um ein Bild, das mit Spachteltechnik einen Horizont erahnen lässt. „Ich mag Bilder, die eine Weite haben, das beruhigt mich und tut mir gut. Bilder müssen die Augen festhalten, dann beginnen die Menschen darüber nachzudenken.“ Für das Kunst im Wohnzimmer Projekt fiel die Wahl aber auf ein anderes Bild. „Ich hatte mein Foto als Profilbild bei WhatsApp“, beginnt sie: „Monika Paefg
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   Kunst im Wohnzimmer November 2023 Roland Schmechtig: Kreativität kann Dinge bewegen Roland Schmechtig vor „Das Hindernis“ (2023) von Sebastian Tröger Bei Roland Schmechtig stehen mehrere Arbeiten zur Auswahl für ein Kunstgespräch, aber am Ende fällt die Wahl dann doch recht eindeutig auf einen jüngeren Kunstzuwachs aus einer Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg. „Im Neuen Museum bin ich regelmäßig zu Besuch“, beginnt Schmechtig und erklärt direkt, warum das Haus für ihn eine ganz besondere Bedeutung hat. „Ich habe zur Zeit meiner Diplomarbeit in dem Ingenieurbüro gearbeitet, das dieses Museum geplant hat“, erzählt er und auch, dass es für ihn extrem spannend war, bei diesem Großprojekt dabei gewesen zu sein.“ Spannend erlebte er auch die Ausstellung von Sebastian Tröger und bot spontan und schlussendlich erfolgreich auf eines der 24 Teilstücke der ausgestellten Kunstinstallation, die am Ende zum Verkauf standen. „Ich habe nun ein Hindernis daheim, das ich täglich überwinden kann“, k
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 Kunst im Wohnzimmer November 2023 Katja Duncker: Kunst muss knallen Katja Duncker vor „Party“ (handbemalter Stahl) von David Gerstein Ich wurde von Freunden an das Thema Kunst herangeführt als ich Anfang 20 war“, erzählt Katja Duncker. Sie ist in Hannover aufgewachsen und war selbstverständlich und oft im Sprengel Museum oder in den unterschiedlichsten Kunstgalerien: „Ich mag gern Dinge, die nicht so sehr Mainstream sind“, ergänzt sie: „Ich mache überhaupt in meinem Leben auch gern mal Umwege, das bringt einen im übertragenen Sinne oft weiter.“ Über Umwege landete sie auch mit ihrer Familie auf der Insel Reichenau, wo sie sich mittlerweile angekommen und zu Hause fühlt. Die Arbeit „Party“ von David Gerstein kaufte sie in einer Galerie in Münster und zog diese natürlich mit auf die Insel Reichenau in ihr neues Zuhause um. „Tatsächlich lebten wir hier zu Beginn noch auf einer halben Baustelle“, erinnert sie sich und lacht: „Dieses Kunstwerk war das Allererste, das an der Wand hing. Es
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  Kunst im Wohnzimmer Oktober 2023 Stephan Geiger: Kunst ist ein wichtiger Teil meines Lebens Stephan Geiger vor einer Arbeit von Günther C. Kirchberger: „Fosca“, 1965, Öl auf Leinwand aus der Serie „do it yourself“ Vom Inhaber der Galerie Geiger in Konstanz erwartet man eine hohe Affinität zu Kunst. Stephan Geiger hat diese mit in die Wiege gelegt bekommen und ist darüber mehr als glücklich. „Kunst ist ein wichtiger Teil meines Lebens, ohne Kunst würde mir etwas Wesentliches fehlen“, sagt er ehrlich. Er komplettiert das Interesse an der Kunst noch mit einer engen Verbindung zu den Künstlern selbst, denn nicht wenige von ihnen gingen schon bei seinem Vater, der die Galerie vor fast 50 Jahren gründete, ein und aus und er war als Bub mit dabei. „Ich erinnere mich gut daran, dass ich im Alter von acht Jahren unbedingt ein kleines Bild von Günther Kirchberger kaufen wollte, der damals schon von unserer Galerie vertreten wurde und zu dem ich eine besondere Verbindung spürte“, erzählt er
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  Kunst im Wohnzimmer geht in die zweite Runde   Nun ist es offiziell: mein Kunst im Wohnzimmer Projekt wird vom Kulturamt erneut gefördert. DANKE! Wer dabei sein will - einfach bei mir melden: info@janamantel.de Ich freue mich auf viele neue spannende Geschichten zum Thema Kunst!
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gemeinsam mit Sonali Mhalas-Bartels  habe ich vor zwei Jahren eine Kulturinitiative gegründet: Kulturraum2 bringt Kunst, Musik und Literatur nach Litzelstetten.